Als Favorit hinzufügen
 

Amtsblatt

Amtsblatt, 02.04.2015

 

Liebe Freunde unserer alten Dorfkirche,

der Karfreitag ist ein besonderer Tag im Kirchenjahr, erinnert er doch an das Leiden und Sterben von Jesus Christus. Um auch die Gottesdienste an diesem Tag zu etwas Besonderem zu machen, werden seit Jahrhunderten dafür spezielle Passionsmusiken komponiert und aufgeführt. Die bekanntesten davon sind wohl die Johannes- und die Matthäus- Passion von Johann Sebastian Bach, die 1724 und 1727 in Leipzig uraufgeführt wurden. Heute werden diese Passionen weltweit meist als Konzertmusiken mit großen Chören, Orchestern und Solisten aufgeführt.

Am diesjährigen Karfreitag, dem 3. April 2015; 17:00 haben wir die Gelegenheit, wesentliche Teile der Johannespassion im Rahmen eines Gottesdienstes – so wie im Original vor 290 Jahren – erstmals in Osmünde zu erleben.

Der Kirchenchor „Cantemus“ hat unter Gisela Webel in mehrmonatiger Probenarbeit die Bach’schen Choräle einstudiert. Die Orchesterbegleitung übernimmt das Kammerorchester der Kreismusikschule „Carl Loewe“. Als Solisten konnten Mitglieder der Kammeroper Halle gewonnen werden. Insgesamt werden ca. 40 Sänger und Musiker an der Aufführung beteiligt sein. Wie zu Bachs Zeiten werden also Laien- und Berufskünstler gemeinsam einen musikalischen Gottesdienst gestalten, den wir Ihnen besonders an’s Herz legen möchten.

Obwohl wir ja Optimisten sind und auf eine erfolgreiche Sanierung unserer barocken Orgel und auf viele schöne Konzerte hoffen – die Aufführung einer Bach’schen Passion wird es in unserer alten Kirche sicher so schnell nicht wieder geben.

Deshalb möchten wir Sie nochmals herzlich zum Karfreitag nach Osmünde einladen. Der Eintritt zur Passionsmusik ist selbstverständlich frei.

 

Gemeindekirchenrat Osmünde                        Förderkreis „St. Petrus Osmünde“

 

Amtsblatt, 23.01.2015

 

Liebe Freunde, liebe Einwohner,

am 12. Januar 2015 fand die überaus gut besuchte Jahres- Mitgliederversammlung unseres Förderkreises in die Pension Braun in Osmünde statt.

Ein bisschen stolz können wir schon auf das sein, was unter Regie des Förderkreises im vorigen Jahr geschaffen wurde. Zuerst ist da natürlich die Sanierung der historischen Friedhofsmauer. Allein im Jahr 2014 wurden fast 326 Arbeitsstunden dafür geleistet. Insgesamt wurden von den fleißigen Handwerkern unter der Regie von Achim Sander ca.180 m Backsteinmauer von innen und außen ausgebessert und verfugt. Dafür nochmals herzlichen Dank!  Auch zu den .Arbeitseinsätzen im Frühjahr und Herbst kamen jeweils über 20 Helfer, wirkungsvoll unterstützt mit der Landtechnik der Fa. Sander Gottenz. Nachdem das  Kriegerdenkmal im Frühjahr gereinigt wurde, konnten vor dem Winter die bedenklichen Risse geschlossen werden. Die Sanierung des Denkmals soll 2015 fortgesetzt werden.

Nachdem die Planungen abgeschlossen sind und alle Genehmigungen vorliegen, nimmt 2015 auch die Reparatur der Orgel „Fahrt auf“. Die hölzernen Teile befinden sich bereits in der Werkstatt des Orgelbauers. Wir werden Sie an dieser Stelle regelmäßig über den aktuellen Stand informieren. Im Bereich „Kultur und Öffentlichkeitsarbeit“ kann an einige schöne und wichtige Veranstaltungen 2014 erinnert werden. Neben dem Sommerfest mit dem Gemischten Chor aus Peissen und dem Adventskonzert mit der Sekundarschule Gröbers wird die gemeinsame Veranstaltung mit dem Flamarium zum Ewigkeitssonntag sicher lange in Erinnerung bleiben. Beim Besuch einer Delegation ungarischer Baufachleute, dem Heimatgeschichts- Projekt mit der Grundschule und besonders während der Exkursion von zahlreichen Denkmalschutz- Experten aus ganz Europa in November konnten wir Kirche und Friedhof vorstellen und viele interessante Gespräche führen. Zum Schluss möchte ich noch an der erfolgreichen Heimatabend über den historischen Friedhof erinnern, der nicht nur mir vor Augen geführt hat, wieviel Geschichte, Alltagsleben und Kultur sich dort mitten in unserer Gemeinde widerspiegelt.

Apropos Heimatabend:  In der vorigen Ausgabe hatte ich Sie bereits zum Heimatabend 2015 unter dem Thema: „Heimatfront- Der I. Weltkrieg im Kabelsketal“ eingeladen. In Abstimmung aller beteiligten Partner haben wir uns kurzfristig entschlossen, dieses Thema auf das nächste Jahr zu verschieben. Der „Osmünder Spitze“ ist es nämlich gelungen, den Leiter der aktuellen Ausgrabungen auf dem Borhoeck für einen Vortrag zu gewinnen. Und welcher Rahmen würde sich dafür besser eignen, als unser traditioneller Heimatabend? Also, merken Sie sich bitte schon mal den Termin vor:  Donnerstag, d. 19. Februar im Gasthaus „Zum Hirsch“. Ich kann Ihnen einen überaus spannenden Abend versprechen.Trotzdem möchte ich Sie bitten, Olaf Naujokat und mich auch weiterhin anzusprechen, wenn Sie noch interessante Fotos, Dokumente und Erinnerungsstücke aus der Zeit des I. Weltkrieges zu Hause haben, damit wir auch den Heimatabend 2016 wieder interessant und authentisch gestalten können.

Förderkreis „St. Petrus Osmünde“              Peter Dörheit

 

Rückblick: Heiligabend in der Kirche Osmünde

 

Liebe Leser,

nach Weihnachten ist auch vor Weihnachten. Ich möchte Ihnen heute noch einmal den vergangenen Heiligabend in Erinnerung rufen. Die Christvesper hat in mir eine tiefe Freude hervorgerufen, die ich gern mit Ihnen teilen will.

Nach dem plötzlichen Tod des Herrn Webel musste ich mich ganz auf die Rolle des Liturgen und Predigers vorbereiten. Es ist für mich noch eine ungewohnte Aufgabe, für die ich noch einiges lernen muss. Beim Ablauf der Christvesper war ich zum Glück nicht allein. 15 Mädchen und Jungen haben einen großen Teil mitgestaltet. Das Krippenspiel wurde erstmals von den beiden Müttern Anett Hübner und Annett Knoll in Eigenregie durchgeführt. Durch ihre freundliche und offene Art haben sie es geschafft, auch weitere Mutter und Väter in die Vorbereitung einzubeziehen. Das zeigte sich bspw. in der „Pausenversorgung“ während der Proben oder im gegenseitigen Ausleihen von Kostümen und Requisiten. Ich bin wirklich froh, dass ich die Proben in ehrenvolle Hände geben konnte und bedanke mich bei dem Krippenspielvorbereitungsteam. Namentlich möchte ich dazu noch Jana Seifert und André Bielig erwähnen, die beim Einüben der Lieder unverzichtbar waren. Zusätzlich hatten Niclas und Laurenz ein sehr altes Adventslied vorbereitet. Der Gesang mit ihren klaren Stimmen ließ die Kirche still werden.

 

Ich danke mich auch bei allen anderen Beteiligten: bei den Spendern und Aufstellern des Weihnachtsbaumes, bei den Putzfrauen und –männern, bei den Glöcknern und bei den Besuchern. Sie, liebe Heiligabendgemeinde, haben durch Ihr Kommen und durch Ihre Geldspenden auch zum Gelingen beitragen. 658,-- Euro konnten wir für die Orgelreparatur sammeln und über 260,-- Euro können sich notleidenden Menschen auf der armen Seite unserer Welt freuen.

    

Vielen Dank für Ihre Hilfe. Ich wünsche Ihnen ein gutes Jahr, bleiben Sie behütet. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder, spätestens aber am 24. Dezember. Dann vielleicht wieder mal mit Schnee?

Ihr Matthias Weiske

von der Kirchengemeinde Osmünde

 

Amtsblatt, 09.01.2015

 

Lieber Förderkreis- Mitglieder, Liebe Freunde unserer alten Dorfkirche,

auch ich möchte mich den vielen guten Wünschen zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel anschließen.

Herzlichen Dank allen, die unsere Arbeit im vergangenen Jahren wieder tatkräftig unterstützt haben. Besonders freuen wir uns über den Abschluss der Sanierungsarbeiten an der historischen Friedhofsmauer. Der erstmalige Einsatz einer „1-€-Jobberin“ war ein voller Erfolg, wie uns viele Friedhofsnutzer und –besucher bestätigten. Auch die in Abfallentsorgung mittels Container durch die Fa. BeRam hat sich bestens bewährt und zu einem gepflegten Eindruck des Friedhofes beigetragen. Zu den Arbeitseinsätzen im Frühjahr und Herbst haben uns wieder zahlreiche fleißige Helfer unterstützt.

Ein besonderer Höhepunkt war eine Exkursion im Rahmen der internationalen Konferenz zu Problem ländlicher Sakralbauten am 1.11.2014. Wissenschaftler und Praktiker aus 12 europäischen Ländern - von Skandinavien bis zum Balkan-  kamen nach Osmünde, um sich mit uns über die Probleme und unsere Erfahrungen bei der Sanierung und Nutzungserweiterung unserer alten Dorfkirche auszutauschen. Während der Diskussion ist uns „ganz nebenbei“ aufgefallen, dass der „Förderverein zur Erhaltung der Kirche Osmünde e.V.“ 1994 ins Vereinsregister eingetragen wurde. Demnach hätten wir also in diesem Jahr unseren 20.Geburtstag feiern können. Ich habe deshalb  noch einmal den alten Unterlagen gestöbert und vieles Interessante aus der Zeit des Anfangs unserer Arbeit gefunden. Auch um noch einmal an all die fleißigen Helfer der ersten Jahre zu erinnern, möchte ich Ihnen in den nächsten Amtsblättern einige der wichtigsten Ereignisse wieder in Erinnerung rufen. So war 1995 das Jahr, in dem die Sanierungsarbeiten an der Kirche so richtig „Fahrt aufnahmen“. Vielleicht können sich auch noch einige an den „Tag des offenen Denkmals“ 1995 erinnern, an dem wir zum ersten Konzert in die Kirche einluden. Es spricht also nichts dagegen, im nächsten Jahr ein bisschen „Jubiläum“ zu feiern. Dazu demnächst mehr. Vorher müssen wir uns aber noch über die im nächsten Jahr anliegende Arbeiten abstimmen. Dazu werden wir uns am Montag, den 12.01.2015 in der Pension Braun in Osmünde zur Mitgliederversammlung treffen. Gäste sind herzlich willkommen.Nun wünsche ich Ihnen schöne Weihnachtsfeiertage und kommen Sie gesund ins neue Jahr.

Förderkreis „St. Petrus Osmünde“          Peter Dörheit

 

Amtsblatt, 19.12.2014

 

Gelungene Adventsmusik im Kerzenschein

Zum dritten Mal hatten mehr als 30 Schüler und einige ihrer Lehrer der Sekundarschule „Prof. Otto Schmeil“ über Wochen ein weihnachtliches Programm vorbereitet, das sie am 29.11. in der Kirche Osmünde präsentierten. Ein gemischter Chor aus verschiedenen Jahrgängen sang Advents- und Weihnachtsliedern, die die Lehrer instrumental begleiteten. Im Mittelpunkt des Programms stand ein Rollenspiel, das den Konsum und den Geschenkezwang zum Fest hinterfragte. Glaube und Liebe sind demnach die waren Schätze, die Weihnachten  nachhaltig machen.
Der kalte Wind, der unterdessen draußen blies, konnte den etwa 100 Gästen in der Kirche nichts anhaben. Drinnen brachten nur der Schülergesang und der Applaus die Kerzen zum Flackern. Allerdings kroch die Kühle langsam unter die Mäntel. Deshalb wurden nach dem Programm der heiße Tee und der Glühwein gern angenommen. Selbst gebackene Plätzen und Kuchen und Stollen machten Appetit auf die nun beginnende Vorweihnachtszeit. Dankbar sind wir den Schülern und Lehrern für das schöne Programm. Dankbar sind wir auch für die Hilfe der Fördervereinsmitglieder bei der Vor- und Nachbereitung in der Kirche. Nicht weniger dankbar sind wir den Konzertbesuchern für die Spenden: 174 Euro teilen sich der Förderverein Sekundarschule und der Förderkreis St. Petrus. Beide können das Geld für ihre Arbeit im nächsten Jahr gut gebrauchen.

Matthias Weiske & Siegfried Richert

 

Amtsblatt, 05.12.2014

 

Liebe Freunde unserer alten Dorfkirche,

heute möchte ich mich recht herzlich bei allen Helfern bedanken, die bei unserem diesjährigen Herbsteinsatz auf dem Friedhof kräftig mit angepackt haben. Über 20 Helfer rückten dabei den Massen an Herbstlaub zu Leibe, beräumten Wegen und Rasenflächen und halfen, den Friedhof winterfest zu machen. Eine große Hilfe war dabei die Transport- und Ladetechnik, die vom Landwirtschaftsbetrieb Sander aus Gottenz zur Verfügung gestellt wurde. Obwohl wohl noch einiges Laub von den Bäumen fallen wird, wurde der Friedhof für den Ewigkeitssonntag (Totensonntag) würdig hergerichtet. Dafür noch einmal herzlichen Dank an alle, die diesen Samstagvormittag „geopfert“ haben.

Vom gepflegten Aussehen des Friedhofes konnten sich auch die vielen Besucher zum Ewigkeitssonntag am 23.11.14 überzeugen. Nicht nur durch das schöne Spätherbstwetter, sondern auch durch die erste gemeinsame Gedenk-Veranstaltung der beiden Osmünder Friedhöfe waren in diesem Jahr überdurchschnittlich viele Menschen auf den Friedhöfen unterwegs und gedachten ihrer Verstorbenen.

Die Gedenkveranstaltung begann in der Kirche mit einer kurzen Andacht, die vom Streicherquartett der Uni Halle musikalisch begleitet wurde. Da wir die Veranstaltung unter das Motto „Wenn ein Mensch lebt…“ gestellt hatten, brachten die Streicher auch eine erstaunliche und gelungene Bearbeitung des bekannten Phudy- Titels zu Gehör. Nach der Andacht zündeten die Teilnehmer in der Kirche Kerzen für ihre Lieben an. Anschließend gingen wir über den Friedhof zum Friedgarten am Flamarium, wo parallel der „Tag der offenen Tür“ – u.a. mit Kaffee und Kuchen und vielen Gesprächen im Friedhofscafe-  stattfand. Den Abschluss bildete eine Gedenkzeit in der Feierhalle, die wieder vom Streichquartett unter Michael Erben gestaltet wurde. Herzlicher Beifall dankte den Musikern für die klassischen Titel von Bach bis Schubert und die nochmalige Aufführung von „Wenn ein Mensch lebt“.

Auch ich möchte mich herzlich bei allen fleißigen Helfern bedanken, die uns einen stimmungsvollen Nachmittag ermöglicht haben. Wir haben viele positive Kommentare gehört und würden es schön finden, wenn aus der gemeinsamen Veranstaltung zum Ewigkeitssonntag eine „neue Tradition“ entwickeln würde. Als Erlös aus der Kaffeetafel mit Kuchenbüffet wurden uns vom Flamarium 200,-€ für die anstehende Orgelreparatur überwiesen. Auch dafür herzlichen Dank.   Eine besinnliche Adventszeit wüscht allen der

Förderkreis „St. Petrus Osmünde“   Peter Dörheit

 

Jeder kann ein Martin sein

 

Der 8. November war ein sonniger, sehr milder Herbsttag. Genau richtig, um auch über den Einbruch der Dunkelheit hinaus draußen zu bleiben. Das dachten sich auch 20 Kinder und ihre erwachsenen Begleiter, als sie mit Laternen und Fackeln zum Martinsfest in die Osmünder Kirche kamen.

Der Abend begann mit einer Andacht und einer Geschichte, in der die Gans Auguste zu den Philippinen reiste und den Kindern des Landes und seine Bräuche vorstellte. Dazu gehörte leider auch, dass nicht jedes Kind genug zu essen hat und die Schule besuchen kann.

Doch auch von Osmünde aus konnten wir den Kindern auf der anderen Seite der Welt helfen. Während die Kinder symbolisch die Martinshörnchen teilten, wurden die Erwachsenden gebeten, für das Kindermissionswerk „Die Sternsinger” zu spenden. Bei der überraschenden Sammlung für ein Ernährungsprojekt auf den Philippinen kamen immerhin 45 Euro zusammen!

Anschließend ging es in die Dämmerung hinaus. Der kurze, aber lebhafte Lichterumzug endete im Pfarrgarten am brennenden Feuer. Die Kinder und ihre Begleiter waren eingeladen, bei Tee, Limo, Kuchen und Schnittchen zuzulangen. Gegessen werden konnte auch im Garten am Feuer. Auch das anschließende Kerzenziehen konnte wegen des guten Wetters auf der Terrasse stattfinden, das Rollen der Bienenwachskerzen machte sich besser am warmen Kaminofen im Pfarrhaus.